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Psychosomatische Beschwerden - Der Körper schreit, wenn die Seele schweigt

  • Diana
  • 31. Juli 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Der Körper schreit, wenn die Seele schweigt.

Er spricht in Schmerzen, wo Worte fehlen.

Ein Ziehen im Nacken, das einfach nicht weggeht.

Ein ständiger Druck im Magen.

Herzklopfen – ohne sichtbaren Grund.

Und obwohl ärztlich alles „in Ordnung“ scheint, fühlt sich nichts in Ordnung an.



Was bedeutet psychosomatisch eigentlich?


Der Begriff „psychosomatisch“ beschreibt körperliche Symptome, die durch seelische Belastungen entstehen – oder verstärkt werden. Durch Stress, ungelöste Konflikte oder dauerhafte Überforderung kommt es zu einer Daueranspannung, die den Körper in einen Überlebensmodus bringt. Infolgedessen spannen sich Bindegewebe, Organe, Blutgefäße, Muskeln, Gehirn- und Nervenhüllen an. Bleibt diese Spannung über einen längeren Zeitraum bestehen, werden diese Gewebe unterversorgt und erste Symptome entstehen.


einige typische Anzeichen können sein:


- chronische Verspannungen

- Kopfschmerzen und Migräne

- Magen-Darm-Beschwerden

- Schlafstörungen

- Herzrasen

- Erschöpfung, ohne körperliche Ursache


Was will dir dein Körper sagen?


dein Körper will dich auf etwas aufmerksam machen, z. B.:

  • Du übergehst deine Bedürfnisse: Du funktionierst nur noch, statt auf dich zu achten.

  • Du stehst unter innerem Druck oder Stress: Deine Anspannung sucht ein Ventil.

  • Du unterdrückst Gefühle: Wut, Trauer oder Angst werden nicht ausgedrückt und finden einen anderen Weg.

  • Du brauchst eine Pause: Erschöpfung wird z. B. als Migräne oder Rückenschmerz spürbar.

  • Etwas in deinem Leben passt nicht (mehr): Beziehung, Job, Lebensstil oder innere Werte stehen im Konflikt.


Was also kannst du tun?


1.Verstehe, was psychosomatisch bedeutet:

Es heißt nicht “eingebildet”. Es bedeutet, dass dein Körper und deine Seele untrennbar verbunden sind. Verstehe, dass die Beschwerden real sind, auch wenn sie keine organische Ursache haben.


2. Akzeptieren statt kämpfen

Viele Betroffene kämpfen gegen ihre Symptome an - googlen stundenlang, gehen von Arzt zu Arzt und suchen nach einer körperlichen Ursache. Der Wendepunkt beginnt mit Akzeptanz. Im Sinne von: Ich höre auf zu flüchten und wende mich mir selbst zu. 


3. Auf den Körper hören

Psychosomatische Symptome sind oft ein innerer Hilferuf: “Etwas stimmt nicht!”

Vielleicht übergehst du regelmäßig deine eigenen Bedürfnisse, funktionierst nur noch, weißt gar nicht mehr, was DU eigentlich möchtest.

Statt Tabletten zu nehmen, um das Symptom zu dämpfen, frage dich:


Was will mein Körper mir sagen? Was in meinem Leben verlangt Veränderung?


4.Emotionen zulassen und ausdrücken

Viele Beschwerden haben mit unterdrückten Emotionen zu tun - Wut, Trauer, Angst, Überforderung. Wir lernen früh, Gefühle zu verdrängen, weil sie nicht praktisch sind. Aber sie verschwinden nicht einfach, nur weil du das möchtest - sie suchen sich einen anderen Weg. 


5.evtl Psychotherapeutische Unterstützung annehmen

Ein Psychotherapeut kann helfen, alte Wunden zu heilen und neue Wege im Umgang mit Stress und Emotionen zu finden. 


6.Nervensystem beruhigen

Ein überreiztes Nervensystem spielt eine zentrale Rolle bei psychosomatischen  Beschwerden.

  • Tägliche Entspannung (PMR, Atemübungen, Meditation)

  • Natur, Stille, Achtsamkeit (Waldbaden)

  • Sanfte Bewegungen (Yoga, Spaziergänge)


Es ist zermürbend, man fühlt sich hilflos, verzweifelt und manchmal auch wütend auf sich selbst. Die Akzeptanz ist wohl der schwierigste Punkt. Sich einzugestehen, dass der Körper leidet, weil die Seele überlastet ist. Es heißt, sich seiner eigenen Verletzlichkeit bewusst zu werden -  und sie nicht länger zu verstecken. Es ist keine Schwäche, es ist mutig, nicht im ständigen Bemühen ‘okay’ zu sein und ohne sich hinter einem Lächeln zu verstecken, was längst nicht mehr ehrlich ist.


Dieser Moment der Akzeptanz kann schmerzhaft sein, weil er all das sichtbar macht, was man vielleicht jahrelang verdrängt hat. Doch nur wer sich selbst wirklich sieht - in all seiner Zerbrechlichkeit - kann auch beginnen zu heilen.


Nebliger Wald bei Nacht





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